5. EHRENPREIS DES DEUTSCHEN FERNSEHKRIMI-FESTIVALS 
FÜR ALEXANDER HELD

Verleihung:
Sonntag, 12.3.2023, 18:00 Uhr
Caligari FilmBühne
Moderation: Ariane Binder (3sat), Laudationen: Bernadette Heerwagen und Marcus Mittermeier, Knut Elstermann

Die Jurybegründung:

„München Mord“ – die Welt der deutschen Fernsehkrimis betritt ein ganz besonderer Ermittler. Alexander Held spielt den wunderbar hintergründigen Kriminalhauptkommissar Ludwig Schaller, dem nichts Menschliches fremd ist, mit Wärme, Witz und charmantem Starrsinn. Als man ihm die Rolle anbot, „habe er keine Sekunde gezögert“, so Held. Welch ein Glück, denn er hat damit einen unverwechselbaren Kommissar erschaffen, der im Grunde wie ein Schauspieler arbeitet: Er denkt und fühlt sich in den Täter ein, die Wirklichkeit nachspielend gelangt er zur Wahrheit, ein melancholischer, philosophischer Weltbetrachter, im großartigen Zusammenwirken mit dem Team (Bernadette Heerwagen, Michael Mittermeier und Christoph Süß), das er mit seiner Intuition immer wieder zu verblüffen weiß.

Der geborene Münchner Alexander Held glänzt auch als an Shakespeare geschulter Erzähler im legendären „Tatort – Im Schmerz geboren“, als Hauptkommissar Hidde in der Stralsund-Reihe und in vielen Fernsehen-und Kinoproduktionen. Er verbindet auf einmalige Weise höchsten künstlerischen Anspruch, differenzierte, feinfühlige Charakterisierungskunst und perfekte Sprechkultur mit Unterhaltsamkeit und einer eigensinnigen Komik, an der auch Karl Valentin seine helle Freude gehabt hätte.

Jury: Filmjournalist und Moderator Knut Elstermann, Mediendramaturgin, ehemalige HR-Fernsehspielchefin und Mitbegründerin des Festivals Liane Jessen, Festivalleiterin Cathrin Ehrlich

im Anschluss:
MÜNCHEN MORD – WIR SIND DIE NEUEN

Deutschland 2012-13, 90 Minuten, FSK 12

Der Chef gilt als verrückt, die junge Kommissarin wäre viel lieber Sängerin und ihr Kollege jagt genauso gern Liebschaften wie Verbrecher. Ihr erster Fall führt die drei Außenseiter in ein kleines bayerisches Dorf, wo eine Frau behauptet, man habe ihren Mann umgebracht.

ZDF
REGIE: Urs Eggers
BUCH: Eva Wehrum, Alexander Adolph
KAMERA: Martin Kukula
SCHNITT: Andreas Althoff
MIT: Alexander Held, Marcus Mittermeier, Bernadette Heerwagen, Julia Koschitz u.a.
REDAKTION: Petra Tilger, Günther van Endert (ZDF)
PRODUKTION: Andreas Schneppe, Sven Burgemeister (TV60Filmproduktion GmbH)

Fotos: ©Jürgen Olczyk, ZDF/Jürgen Olczyk

Heidi Schade: „Die Macht der Hände“

Vernissage: Sonntag, 01. März 2020, 17.00 Uhr
Foyer Caligari FilmBühne

Hände hinterlassen nicht nur aufgrund ihrer Fingerabdrücke eine verräterische Spur. Ob Nervosität, Angst oder Freude: Hände sind sprechende Werkzeuge, die Gefühle widerspiegeln, und nur sehr selten können wir sie daran hindern, unser Unterbewusstsein zu offenbaren. Ein Zittern, feuchte Handflächen oder auch nur eine fahrige Geste verraten früher oder später fast jeden bzw. jede Täter*in. Mit „Die Macht der Hände“ hat sich die Mainzer Fotografin Heidi Schade auf Spurensuche begeben. Momentaufnahmen von Händen in unterschiedlichen Alltagssituationen haben sie schon immer fasziniert. Ihr sind dabei bildstarke Fotos gelungen, die zum Erkunden unserer Hände einladen.

Foto: © Heidi Schade

Die Vernissage wird eröffnet von Dr. Barbara Hendricks, MdB.

Max Annas

Auftakt Wiesbadener Krimimärz
Max Annas: „Morduntersuchungskommission“
Donnerstag, 27. Februar 2020, 19.30 Uhr
Literaturhaus Villa Clementine

Tickets über LITERATURHAUS VILLA CLEMENTINE (siehe unter Tickets)

In seinem fünften Roman „Morduntersuchungskommission“ greift der diesjährige Krimistipendiat Max Annas den realen Fall des ungeklärten Mordes an einem Vertragsarbeiter aus Mosambik in der DDR des Jahres 1986 auf und siedelt seine Fiktionalisierung 1983 an. Gegen alle Widerstände ermittelt Oberleutnant Otto Castorp für die Morduntersuchungskommission, bis ihm der Fall vom Ministerium für Staatssicherheit entzogen wird – weil es nicht geben kann, was es nicht geben darf: rassistisch motivierte Morde im sozialistischen „Arbeiter- und Bauernstaat“. Eindrücklich zeichnet Annas in seinen Romanen die Auswirkungen politischer Herrschaftsstrukturen auf die Bevölkerung eines Landes nach, sei es in „Die Farm“ (2014) und „Die Mauer“ (2016), die sich mit Apartheid in Südafrika beschäftigen, oder in „Illegal“ (2017), der von der prekären Existenz Geflüchteter in Berlin erzählt, oder in „Finsterwalde“ (2019), der in einer dystopischen Zukunft spielt.

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Villa Clementine

Foto: © Michele Corleone

2018: Tatort – Stau (SWR)

2018: Tatort – Stau (SWR)
R: Dietrich Brüggemann, B: Daniel Bickermann, Dietrich Brüggemann

In einer Wohngegend wird die Leiche eines jungen Mädchens neben der Straße gefunden. Der einzige Weg vom Tatort führt Thorsten Lannert (Richy Müller) geradewegs in den Feierabendstau.

Foto: SWR/Alexander Kluge

2013: Mord in Eberswalde (WDR)

2013: Mord in Eberswalde (WDR)
R: Stephan Wagner, B: Holger Karsten Schmidt

Heinz Gödicke (Ronald Zehrfeld) ermittelt 1969 nach einem bestialischen Mord an zwei Jungen. Die DDR will den Fall unter Verschluss halten, weil er im Sozialismus nicht vorkommen darf.

Foto: 2013 WDR/Wolfgang Ennenbach